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Rückhaltesysteme
Die Analyse der tödlichen Unfälle mit
Gabelstaplern aus den Jahren 1992 bis 1998 zeigt, dass 40,2 Prozent aller tödlich
verunglückten Personen Fahrer sind. 58 Prozent dieser tödlich verunglückten
Fahrer starben bei einem Kippunfall. Von 100 tödlichen Staplerunfällen
betreffen demzufolge statistisch gesehen 23,4 Prozent Kippunfälle.
Das Duisburger Ingenieurbüro Weiner und Schröter, (IWS) hat in einem Leitfaden
die Vor‑ und Nachteile sowie die rechtliche Situation hinsichtlich Rückhaltesystemen
(Restraint systems) ausführlich beleuchtet.
Die ausdrückliche Forderung nach technischen Maßnahmen, zum Beispiel in Form
von Rückhaltesystemen, für Stapler wird erst in der Änderungsrichtlinie zur
Arbeitsmittelbenutzer‑Richtlinie erhoben.
Flurförderzeuge mit aufsitzendem Arbeitnehmer beziehungsweise aufsitzenden
Arbeitnehmern sind demnach so zu gestalten oder auszurüsten, dass die Risiken
durch ein Kippen des Flurförderzeugs begrenzt werden.
Dies kann geschehen
‑ durch Verwendung einer Fahrerkabine
oder
‑ mit einer Einrichtung, die
verhindert, dass das Flurförderzeug kippt oder
‑ mit einer Einrichtung, die gewährleistet,
dass bei einem kippenden Flurförderzeug für den/die aufsitzenden Arbeitnehmer
zwischen Flur und Teilen des Flurförderzeugs ein ausreichender Freiraum
verbleibt oder
‑ mit einer Einrichtung, die bewirkt,
dass der/die Arbeitnehmer auf dem Fahrersitz gehalten wird/werden, so dass
er/sie von Teilen des umstürzenden Flurförderzeugs nicht erfasst werden kann/können.
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